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Saisonschlussfahrt mit Brunch
Dieses Jahr fand die Saisonabschlussfahrt in der Region Zürich statt. Bei
den Vorbereitungen wurde mir gesagt, dass ich schon mit ca. 30 Personen rechnen
müsse. Sobald ein Brunch im Spiel sei, würden sich aussergewöhnlich viele
Mitglieder anmelden.
Der Brunch
So war es dann auch. Am Sonntag Morgen trudelten auf der Raststätte
Kemptthal bei Winterthur nicht weniger als 44 Personen in 19 Mustangs ein. Nicht
einfach, die Uebersicht zu behalten. Nachdem alle begrüsst waren, nahmen wir
bei prächtigem Spätsommerwetter die paar Kilometer bis zum Restaurant
"Stars and Stripes" in Brütten unter die Räder. Um die ungewöhnlich
grosse Zahl von Mustangs im Griff zu haben, hatte ich mir als Filmer, Helfer und
Parkeinweiser André Meyer und Yves Flury verpflichtet. Die Reservation im
Restaurant hatte geklappt und es dauerte nicht lange, bis die ersten über das
mehr als reichhaltige Buffet im US-Style herfallen konnten. Nebst den bekannten
US-Zmorge Delikatessen - zugegebenermassen nicht unbedingt alles Light-Produkte
- konnten die Teilnehmer auch unter eher asiatischen oder mexikanischen Speisen
wählen. Für europäisch orientierte Mitglieder gab aber auch Butterbrot und
Birchermüsli. Als die Schlacht am Buffet bereits in vollem Gange war, trudelten
noch vier weitere Teilnehmer ein, die den Weg erst etwas später gefunden
hatten. Wer gut genug einteilte und seine Magenkapazitäten nicht schon im
Vorfeld ausreizte, dem stand ab 12.00 Uhr ein zusätzliches Dessertbuffet zur
Verfügung. Nach zwei Stunden waren auf jeden Fall alle satt und ich hörte
keine Klagen.
Die Ausfahrt
Um die vielen Autos, die jetzt zum Teil deutlich tiefer
in den Federn hingen, in einem Konvoi zu behalten, mussten sich alle Mühe
geben. Von der Spitze aus sah man nämlich maximal sechs bis sieben der
mittlerweile 21 Mustangs. Ueber die mehr oder weniger einsame Zürcher Prärie
gings ins Hinterland des Flughafens Kloten. Via Eglisau, entlang dem Rhein,
erreichten wir das Grenzgebiet der Kantone Zürich und Aargau. Unterwegs
lauerten uns zweimal die Filmer André und Yves auf. Durch die vielen Fahrzeuge
kam ich mit meinem Zeitplan in Verzug. Aus diesem Grund musste ich die Route
etwas abkürzen und einige "Höger" auslassen. Schliesslich wollte ich
etwa zur vereinbarten Zeit unser nächstes Ziel erreichen. Leider lag dieses in
Unterengstringen, am westlichen Rand der Stadt Zürich. Wir mussten mit
dem Konvoi also zahlreiche Ampeln passieren, die das Feld, das sich bis dahin
sehr gut gehalten hatte, etwas in die Länge zogen. Nach einigen Minuten
Wartezeit hatten aber alle den Anschluss wieder gefunden und wir erreichten
gemeinsam den
Route 66 Store
W. Niedermayr hat sich in einem alten Holzschuppen ein Paradies für
US-Automobilia der 40er bis 70er Jahre geschaffen. Auf drei Stockwerken
präsentiert seine Verkaufsausstellung in stilvollem Ambiente von der alten
Oelbüchse bis zur kompletten Tanksäule alles, was irgendwie im entferntesten
mit den USA und Autos zu tun hat. Zahlreiche Neonsigns, Emailschilder, Colafläschli,
Poster, Bilder und vieles mehr bringen Glanz in die bescheidene Hütte.
Spezialgebiet im Route 66 Store sind allerdings die US-Tanksäulen, Musikboxen
und Getränkekühler, die im Haus auch originalgetreu restauriert werden. Man
kann auf einen grossen Fundus an sehr dekorativem Tanksäulen-Rohmaterial
zurückgreifen, die in allen Erhaltungs- und Zerfallszuständen auf neue
Besitzer warten. Ein kleiner Vortrag weihte uns kurz in die Geschichte und
Faszination der Materie ein. Nachdem sich alle sattgesehen hatten und wohl auch
der eine oder andere überlegte, wo er denn so eine Tanksäule bei sich zuhause
platzieren könnte, wechselten wir in die benachbarte Pizzeria, um nochmals
etwas zu trinken. Im "Vagabondo" hatte man sich freundlicherweise
bereiterklärt, unseren Haufen auch ausserhalb der üblichen Oeffnungszeiten
unter der lauschigen Pergola zu bedienen - Vielen Dank.
Autor: Iso Schwager
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